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Yûsuf ibn as-Sayyid Hâschim ar-Rifâ´î
Aufrichtiger guter Rat an unsere Brüder, die Gelehrten von Najd
(
Nasîha li ikhwânina ulama´najd)

Aus dem Arabischen von Abd al-Hafîz Abu al-Kair al-Mâliki. Mit einem Vorwort von Muhammad Sâ´îd Ramadân al-Bûtî

64 S., kart.
EU 8,00 / DM 15,65 / SFr 14,70
ISBN 3-927606-19-7

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Terrorismus und Wahhabitum? Diese seit dem 11. September brennende Frage erhält einen konkreten Sinn durch diese im deutschen Sprachraum bislang unbekannt gewesene Kritik des Wahhabitums. Das aktuelle Buch belegt eindrucksvoll anhand konkreter Fälle, wie sich das Wahhabitum von der Gemeinschaft der Muslime dadurch entfernt hat, daß es sich außerhalb der vier anerkannten Rechtsschulen, ja außerhalb eines klaren überprüfbaren Verfahrens der Rechtsfindung gestellt und menschenverachtender Willkür Tür und Tor geöffnet hat. Es wird deutlich, daß das Wahhabitum nach dem Prinzip «was bitter schmeckt, ist wahre Religion» alle Schönheit. Leichtigkeit und Fröhlichkeit aus dem Islam verbannt und durch eine Haltung des Selbstgerechten zu einem idealen Nährboden des Terrorismus geworden war.

Sayyid Yûsuf ar-Rifâ'î,1932 in Kuweit geboren, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Landes, Gelehrter der islamischen Rechtswissenschaften nach der schafi'îtischen Rechtsschule, ehemaliger Staatsminister, Direktor einer von ihm gegründeten Schule, Autor einer Reihe von Büchern zu aktuellen Problemen der Muslime und der islamischen Welt, hat sich als Verfechter eines auf seinen traditionellen Werten gründenden Islam - Brüderlichkeit, Wahrhaftigkeit, Liebe zu Allah, Seinem Propheten, den Gläubigen und zu allen Menschen - und auch als Kritiker «fundamentalistischer» Glaubenslehren einiger «islamischer Bewegungen» unserer Tage einen Namen gemacht.

Muhammad Sa'îd Ramadân al-Bûtî, geboren 1931 in Damaskus, Gelehrter der islamischen Rechtswissenschaften, die er neben Grammatik, Logik und Philosophie zuerst bei seinem Vater, Mullah Ramadân, einem der größten islamischen Gelehrten seiner Generation, und dann an al-Azhar und in Damaskus studierte, ist Professor an der Universität von Damaskus, Prediger und Vortragsredner auf internationalen Veranstaltungen und Autor einer Reihe von Büchern zu Fragen der Grundlagen islamischer Rechtswissenschaft in der heutigen Zeit.

Zu diesem Buch: Im vorliegenden Text setzt sich Scheikh Yûsuf ar-Rifâ'î kritisch mit der Islaminterpretation der aus Najd im heutigen Saudi-Arabien stammenden Reformbewegung auseinander, die das religiöse Leben an den beiden heiligen Stätten der Muslime in Mekka und Medina weitgehend bestimmt und zunehmend Einfluß in der übrigen Welt zu gewinnen trachtet. Ausgehend von der Überlieferung des Propheten Muhammad - Allah segne ihn und schenke ihm Frieden -: «Religion ist aufrichtiger guter Rat!», konfrontiert er die derzeit in Saudi-Arabien für die Religion Verantwortlichen mit den Auswirkungen der von ihnen vertretenen Glaubenslehre - nichts scheint die islamische Welt heute heftiger und einhelliger zu entrüsten als sie -, ohne indes auf die unter Glaubensbrüdern gebotene Höflichkeit oder Respekt zu verzichten.

Rezension: ISLAMISCH ZEITUNG, Oktober 2001, S. 20